Sternenkinder-Kronach
 

Tipps und Hilfen

-Baumpflanzung (In Coburg im Regenbogenwald können Eltern für ihre verstorbenen Kinder Bäumchen setzen lassen.)

Iris Zinkand schildert das so: Als ich davon gehört habe war ich von dieser Idee sofort begeistert. Denn ich finde es wundervoll, dass soweit, aus der Geschichte meines Sohnes etwas so Lebendiges entstanden ist. Ein Baum, der Jahr für Jahr wächst und gedeiht (wie mein Kleiner es hätte eigentlich tun sollen). Überdies befinden sich die Bäume an einem Ort, an dem es wunderbar still ist und man einfach einmal seinen Gedanken nachhängen kann.

-Armband mit spezifischen Daten

Außerdem trägt Iris an ihrem rechten Handgelenk ein silbernes Identbändchen. Auf der Vorderseite befindet sich der Name ihres Kleinen, auf der Rückseite sein Geburts- bzw. Sterbedatum. Sie legt dieses Armband nie ab; so hat sie das Gefühl, dass ihr Kleiner immer bei ihr ist.

-Gedichte, Zeichnungen und Geschichten

Einigen Menschen hilft es auch Ihre Gedanken, Gefühle und Empfindungen in Gedichten, Zeichnungen oder Geschichten auszudrücken. Das hilft manchen enorm das Geschehene zu verarbeiten und immer wieder von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten.

-“Babyalbum”

Viele unserer Mitglieder haben ein Babyalbum ihres Kindes hergestellt. Dort kann man über die Zeit der Schwangerschaft, Geburt, der Krankheit, des Todes und der Zeit danach erzählen. Außerdem werden darin Ultraschallbilder, Fotos (vom Kind, des Grabes, der Eltern, des Baumes oder einer gepflanzten Rose), Zeitungsausschnitte (Beerdigung, Bericht) und verschiedene Gegenstände (Blätter vom Baum, getrocknete Blütenblätter, Zeichnungen, Beileidskarten, Gedichte, Geschichten, Federn) sorgsam eingeklebt und verziert. Es ist eine zeitaufwändige Arbeit, bei der es sein kann das “alles wieder hochkommt”, aber wir sind uns auch sicher,dass es bei der Verarbeitung unserer schmerzlichen Erfahrungen hilft. Unsere Kinder haben auch ein Babyalbum verdient- wenn auch ein etwas anderes.

-Internet und Bücher

Im Internet findet man viel zum Thema Fehlgeburt/Todgeburt/dem Tod des Kindes kurz nach der Geburt. Dort kann man recherchieren und sich austauschen. Aber auch in Büchern findet man viele Dinge und Sichtweisen, die zum Nachdenken anregen und eine große Hilfestellung sein können.

-Friedhofbesuche

Das regelmäßige Besuchen der Gräber unserer Kinder und das Anzünden von Kerzen dort, hilft uns ewig an sie zu denken. Auch wenn an diesen Orten nur noch ihre leeren Körper liegen, fühlen wir uns ihnen nahe. Denn sie bleiben ewig unvergessen!

-Mitwirkung an Gottesdiensten

So hat man die Möglichkeit etwas für sein Sternenkind wie auch für die anderen Sternenkinder und deren Angehörigen zu tun.

-Besuch von einer Selbsthilfegruppe

In unserer Selbsthilfegruppe besteht für jeden die Möglichkeit sich über das Geschehene auszutauschen, ohne sich für seine Ängste, Gefühle und Tränen schämen zu müssen. Wir alle haben das gleiche auf verschiedene Weisen erlebt: unsere Kinder durften nicht lange auf dieser Welt bei uns verweilen.

-Ärztliche Hilfe

Wenn es mit professioneller Unterstützung leichter wird, gönnen Sie sich die Begleitung von erfahrenen Therapeuten, Trauerbegleiter, Seelsorger um den Trauerweg weiter zu gehen. Seien Sie anspruchsvoll und sagen Sie genau, was Sie brauchen.

-Glaube

Nutzen sie Ihren Glauben, woran auch immer, zur Auseinandersetzung. In hl Schriften steht einiges über Trauern. Auch Kirchenlieder/Psalmen können tröstlich sein und ihre therapeutisch-heilsame Wirkung auf den Schmerz entfalten. Vielleicht stellen Sie fest, daß Sie wütend auf Gott oder die Welt sind. Ok, Ihre Gefühle verändern sich mit der Zeit.

-Wichtige Entscheidungen

Verschieben Sie wichtige Entscheidungen. Warten Sie, bevor Sie sich entschließen ihr Haus zu verkaufen, ihre Arbeitsstelle zu kündigen, die Scheidung einzureichen.

-Geben sie sich nicht die Schuld!

Kennen sie den Unterschied zwischen Verantwortung und Schuldgefühl? Sie haben sicherlich das Beste getan, dass sie in der Situation tun konnten. Auch wenn sie Fehler gemacht haben, lernen sie, diese zu akzeptieren. Alle Menschen machen Fehler. Im Nachhinein ist es leichter, zu erkennen, was Mann/Frau hätte besser machen können. Falls sie überzeugt sind, wirkliche Schuld zu haben und nicht Schuldgefühle, bietet sich ein Gespräch mit einer/m Therapeuten oder Seelsorger an: zum sich selbst vergeben.

-Akzeptieren

Akzeptieren sie ihr Unverständnis vom Tod, zumindest im Augenblick. Vielleicht finden Sie Antworten auf Sinnfragen. Verwenden sie jeden hilfreichen Ansatz, auch die Wissenschaft hat oft nur Hypothesen statt Wahrheiten. Leben sie ihre Fragen. Sonst sind sie überfordert, eines Tages werden sie in die Antwort hineinwachsen (Rilke)

-Sport

Machen sie regelmäßig Körperübungen. Behalten sie ihr Trainings-programm oder beginnen sie ein neues. Sport, Übungen erzeugen Endorphine, die Depressionen mildern. Durch Bewegung werden sie auch besser schlafen. Ideal: eine Stunde täglich spazieren gehen.

-Gesunde Ernährung

In dieser Zeit der emotionalen und körperlichen Erschöpfung brauchen Sie mehr als je zuvor gesunde Ernährung. Besonders, falls sie nur wenig essen können.

-Seien sie gut zu sich

lassen sie sich manchmal gehen. Unterdrückte Trauergefühle schaden Ihrer Gesundheit. Das mag ihnen jetzt gleichgültig sein, aber sie werden sich wieder wichtig werden. Ihr Leben ist wichtig, auch jetzt, kümmern sie sich darum.

-Halten sie Balance zwischen Beschäftigung und Ruhe

Erledigen sie Arbeiten, beanspruchen sie ihre Gedankenkraft. Vermeiden sie jedoch hektische Aktivitäten und Lärm.

-Sprechen Sie immer wieder über Ihren Verlust

Teilen sie ihre Trauer innerhalb der Familie mit. Sie brauchen niemand durch Schweigen schützen, Tod gehört zum Leben. Suchen sie Menschen zum Sprechen, jemanden, die/der zuhören kann, nicht gleich ein Urteil fällt. Möglichst jemanden, die/der Ähnliches erlebt hat. Falls ein/e Freundin Ihnen sagt, reiß dich zusammen, suchen sie sich eine/n andere/n Freund/in.

-Lassen sie ihre Gefühle zu 

In ihrer Trauer treten viele, verschiedene Gefühle auf: die Fassung verlieren, wüten, toben, schreien, schweigen. Für Männer ist weinen genauso heilsam.

Filed under : HomeBy admin On 15. January 2010 At 12:43 Comments : 0